Islands Westen: die Snæfellsnes-Halbinsel - der perfekte Rundtrip für einen Tag.

Einmal Miniatur-Island hin und zurück.
Location: Snæfellsnes Peninsula, Island

Heute widmen wir uns ausgiebig der wundervollen Snæfellsnes Halbinsel im Westen des Landes - welche auch liebevolle Miniatur Island genannt wird, da sie all die Naturspektakel Islands in sich vereint. Nicht umsonst sind wir große Fans des Fleckchens und können Roadtrip für Roadtrip Neues entdecken, was uns den Atem raubt. Jedem, der nach Island kommt, würden wir unbedingt raten, nicht nur den Golden Circle anzupeilen und die Südküste abzufahren, sondern auch den oftmals ausgelassenen Westen anzusteuern!! Von Reykjavik aus seid ihr bis zur Spitze der Halbinsel ungefähr genauso lang unterwegs wie bis nach Vík und habt mindestens genauso viel Schönes gesehen. Wer die Halbinsel umrunden möchte, der sollte früh aus Islands Hauptstadt aufbrechen und sich auf einen langen Tag voller Abenteuer einstellen. (Oder einen Zwischenstop einplanen.) Von Reykjavik aus geht es erst einmal durch den Tunnel, der durch den Hvalfjörður führt, in Richtung Borganes - von dort aus startet euer Rundtrip. 

Wir sind alle drei Male, die wir bis jetzt um die Halbinsel getourt sind, in Olafsvík und beim Kirkjufell - Islands meist fotografiertem Berg - gestartet und können das eigentlich nur empfehlen, weil ihr von dort aus dann perfekt alle anderen lohnenswerte Plätze ansteuern könnt. Und das sind so einige Halts. Die Anreise ist insgesamt wundervoll, die malerischen Küstendörfer ebenso und auch der Wasserfall direkt vor dem berühmten Brocken ist wunderschön. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann versprechen die Bilder im Netz eine Perspektive, die vor Ort schlichtweg nicht gegeben ist. Das soll den Trip in keinster Weise nieder reden - der Kirkjufell ist nur nicht das Beeindruckendste, was Snæfellesness zu bieten hat. Streift auf jeden Fall ein wenig durch die Gegend um den Berg herum, es lohnt sich wie gesagt, den Wasserfall abzulaufen und dann macht ihr euch auf in Richtung Olafsvík und daran vorbei bis nach Hellisandur. Hier findet ihr den 'Fishermen's Garden' ein cooles, kleines Museum, was euch sofort in die Zeiten der Wikinger zurückversetzen wird. Wir waren noch nicht drinnen, aber allein der Anblick von den Toren aus ist einen kurzen Stopp wert. Im Endeffekt seid ihr nach Hellisandur am Zipfel der Halbinsel angekommen. Fahrt dort einfach mal auf einem der kleinen Schotterwege bis an die Küste und genießt den Ausblick. Wir haben das Auto abgestellt und sind zum Meer spaziert, haben uns dort in den Windschatten eines verfallenen Häuschens gesetzt und den Wellen beim Tanz zugesehen. Auf der einen Seite der wilde Ozean, auf der anderen Seite der Snæfellsjökull Vulkan und das gesamte Gletschergebiet - ein wundervoller Anblick! Außer uns war weit und breit keine Menschenseele zu sehen, es waren nur wir, der Wind und das Meer. Generell ist die Gegend um den Skarðsvík Beach großartig. Leider ist der goldene Sandstrand aber schnell übersehen, schaut euch daher unbedingt jedes Straßenschild ganz genau an. Ihr könnt den Strand entlang wandern, euch auf den Klippen den Wind ins Gesicht pusten lassen, oder euch nach den alten Wikinger Gräbern umsehen, die hier entdeckt wurden.

Weiter geht es entlang der Hauptstraße zur Vatnshellir - eine 8.000 Jahre alte Höhle mit einem 200m langen Lavatunnel, der bis 35m unter die Erde reicht. Jules Verne's 'Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde' geht durch selbiges Areal (gut, sie klettern in den Snæfellsjökull selbst, trotzdem) und so findet man in den Höhlen ein Schild mit der Aufschrift 'Stromboli 3.597km' ;). 50 Minuten dauert eine Tour in die Höhle, die Ausrüstung bekommt ihr vom Giude gestellt. Wir haben sie bis dato noch nicht mitgemacht, wollen das diesen Sommer aber unbedingt nachholen. Aus den Tiefen der Erde zurück, geht die Reise weiter zu dem Londrangar Steinformationen, die selbst aus der Ferne schon wirklich beeindruckend aussehen. Die beiden Lavegebilde sind ca. 60m und 70m hoch und befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Malarrifsviti Leuchtturm. Die Gegend ist schön zum Spazieren - allerdings würden wir raten, einen gewissen Abstand zum Meer einzuhalten, die Wellen können gewaltig sein! Auch wenn ihr euch vielleicht ordentlich Proviant eingepackt habt (wir raten das dringend, da ihr eine Weile unterwegs sein werdet und die Halbinsel wirklich nur dünn besiedelt ist), wollt ihr vielleicht einen Kaffee oder ein Stück Kuchen verspeisen. Macht das am besten in Hellnar und seinem bekannten Fjöruhúsið Café, welches direkt am Meer liegt. Bestellt euch die Waffeln und einen heißen Kakao - das ist eine persönliche Empfehlung! ;D

Eure fröhliche Fahrt geht von hier aus weiter nach Arnastapi - ein unglaublich bekannter Fotopunkt. (Wer will kann vom Café aus übrigens auch laufen. 2,5km dauert der Spaß und der Weg ist traumhaft!) Wir garantieren, dass ihr in eurem Instagram Feed mit großer Sicherheit schon das ein oder andere Bild von dort bestaunt habt. Die Gatklettur Steinformation sieht schon extrem cool aus. Zudem gibt es hier diesen szenischen Ausblick auf ein einsam an der Küste gelegenes Haus - alles in allem wirklich eine großartige Gegend zum Wandern und Staunen. Kurz hinter Arnastapi findet ihr die Rauðfeldsgjá Gorge - eine Felsspalte mit Mini-Wasserfall, in welche ihr ziemlich tief hinein klettern könnt. Achtung, man wird nass und nochmal Achtung, im Winter würden wir die Kletterei in keinem Falle empfehlen. Die Abzweigung von der Straße aus ist leicht zu übersehen, schaltet nach Arnastapi am besten einen Gang runter und schaut ganz genau auf die Schilder - in klein und rot ist Rauðfeldsgjá ausgewisen. Vom Parkplatz aus folgt ein 15-20 minütiger, recht steiler Aufstieg, danach geht es ab in den Fels. Erinnert hat uns das Ganze ein wenig an den Gljúfurárfoss - allerdings mit weitaus weniger Touristen! Der nächste Stopp wäre dann die Búðakirkja, noch so ein bekanntes Fotomotiv. Die schwarze Kirche mit dem Miniatur-Friedhof und Aussicht auf's Meer ist ein echter Klassiker unter den Naturfotografen und sieht wirklich malerisch aus. 

Und dann gibt es auf Snæfellsnes noch die Plätze, die wir am meisten lieben - die verlassenen Farmen, Häuser und Vehikel, die ihr überall entlang der Straße findet. Unser mit Abstand liebster Ort auf der Halbinsel ist Dagverðará. Das verfallene Haus am Meeresufer, von welchem wir hier auf dem Blog schon einige Male erzählt haben. Es ist ein kleiner Umweg, kaum zu finden, wenn man nicht weiß wo es liegt (und die Location steht leider in keiner deutschen oder englischen Karte und ist auch auf Google Maps nicht ausgewiesen), aber es lohnt sich immer, den Umweg zu fahren und die Augen offen zu halten. Vielleicht erinnert ihr euch, wie sehr es uns umgehauen hat, dass dieses Haus dort im wehenden Gras einfach langsam verfallen darf, die Grabsteine der beiden Besitzer direkt daneben. Es klingt irgendwie morbide, wenn wir das so tippen. Aber die Tatsache, dass die Beiden dort in Frieden liegen können, an ihrem Haus, am Fuße des Gletschers, ist unglaublich schön. Da wir uns ja nun in muttersprachlicher Begleitung befinden, wissen wir nach drei Jahren auch endlich, was auf den Steinen steht. Es sind Gedichte, von den Besitzern selbst geschrieben. Ein Spaziergang durch die hohen Gräser, das Inspizieren des alten Gemäuers - es ist unsere liebste Aktivität, überhupt. Auf dem Rückweg von der Halbinsel nach Borganes kommt ihr dann übrigens auch an diesem alten Bus vorbei, der einst zwischen Borganes und Snæfellsnes pendelte. Auto abstellen und reinklettern - das ist ein Befehl für alle die, die Verlassenes lieben! ;D Es ist so großartig, dass all diese Geschichten vergangener Tage in Island nicht abgerissen, sondern sich selbst überlassen werden. Schiffe, Flugzeuge, Busse, Häuser, ganze Farmen - überall kann man halten, hinein klettern und seinen Gedanken nachhängen. ♥

Snæfellsnes hat noch so viel mehr in petto, so viele Ecken und Spots haben wir noch gar nicht besucht. Wir werden sicher noch unzählige Mal in den Westen aufbrechen und wir nehmen euch mit und lassen euch wissen, was ihr nicht verpassen dürft. Eines ist jedenfalls klar, wir hatten es ja bereits erwähnt - lasst den Westen nicht aus, wenn ihr nach Island kommt! Ihr verpasst sonst einige der schönsten Flecken, die diese Insel hier zu bieten hat!

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2 Comments

Snow Mountain Peninsula. - cllct.net 1 year, 7 months ago

[…] post Snow Mountain Peninsula. appeared first on […]

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vivien_noir 1 year, 6 months ago

Mich zieht's auch immer dorthin, wo niemand ist, höchstens noch Spuren vom Leben dort zu sehen sind. Ich will allein sein an Orten, die zwar verlassen sind, wo aber schon mal jemand war. Das finde ich irrsinnig schön.
Genauso schade finde ich aber das Graffiti. Ich mag Straßenkunst und Graffiti gerne, ich sammle sie mit meiner Kamera, aber an Ruinen finde ich sie katastrophal. Das ist Vandalismus, auch wenn ich sehe, dass es nicht die Schmiererei eines Anfängers ist. Diese Hinterlassenschaft finde ich so invasiv wie einen ...Haufen. (Ich lese seither die Reykjavik Grapevine. Übrigens - bis 5. Juli (neiiinn, ich komm doch erst Ende Juli! Wie gemein!) gibt es im Norraena Husid die Ausstellung "the weather diaries", die solltet ihr euch unbedingt ansehen. Es werden Bilder und Fotos gezeigt, wo ua. stoffgewordene Großartigkeiten der von mir heiß geliebten Designerin Barbara I Gongini getragen werden. Alles in Verbindung mit der Isländischen Kultur, dem Wetter, und wirklich, wirklich schön. Ich habe mir das gleichnamige Buch vor etwa einem halben Jahr gekauft, und bin immer wieder geplättet von der Schönheit dieser Bilder. Seht es euch an! Ihr werdet es nicht bereuen, denke ich!)

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