Islands Osten: der Hafrahvammagljúfur Canyon und ein Bad unter'm heißen Wasserfall.

Tipps für den Osten und eine grobe Packliste für einen Abstecher in die Highlands.
Location: Hafrahvammagljúfur, Ost-Island

Endlich ist Zeit für unsere zweite Ladung Ost-Island Bilder. Wie neulich schon erwähnt, ist der eher unbesiedelte und sehr abgelegene Teil des Landes noch einmal schöner, als der Süden eh schon ist und somit blieb uns nichts anderes übrig, als wirklich jedes Mü Tageslicht auszunutzen und so viel in die damit verbleibenden 18 Stunden zu quetschen, wie nur irgendwie möglich. Nach einem kurzen Frühstück in Egilsstaðir ging es für uns mit dem 4x4 los auf die Piste, so Einiges stand auf unserer Must See Liste. Erster Stopp: Hengifoss. Zumindest einen Wasserfall hatten wir uns vorgenommen und auf Empfehlung entschieden wir uns für die Wanderung zum Hengifoss. Eine gute Entscheidung. Im Osten Islands ist es nicht mal ansatzweise so überfüllt wie an den 'Hauptattraktionen' rund um Reykjavik und so wanderten wir mit nur wenig anderen Naturbegeisterten eine Stunde den steilen Berg hinauf, um dann vor den eigentlich mehreren Wasserfällen sprachlos stehen zu bleiben. Es ist schwer zu beschreiben, wer schon ein wenig in Island gesehen hat, kann den kleineren Fall mit dem Svartifoss (unzählige Basaltsäulen und türkises Wasser) und den Haupt-Fall mit dem Glymur (sehr schmal, sehr hoch) vergleichen. Die unzähligen geologischen Schichten sind freigelegt und perfekt sichtbar, was in der Größenordnung schon echt beeindruckend ist. Wir haben dort ein wenig Rast gemacht und sind dann wieder abgestiegen - nicht ohne ein Outfit in der krassen Landschaft geschossen zu haben, versteht sich. :D .

Danach wollten die Jungs gern Islands meist umstrittenen Damm sehen - ein riesiges Bauwerk mit zerstörerischer Kraft. Der ehemals rauschende Fluss ist zu einem Bächlein versickert, die beiden Isländer waren ziemlich geschockt davon, was aus ihrem Land so gemacht wird. Doch bevor uns da jetzt auslassen, berichten wir weiter von unseren Erlebnissen. Am Kárahnjúkar Damm endet die für normale Autos befahrbare Straße, ab dort geht es in die Highlands. Wir fuhren eine ganze Weil schaukelnd in unserem Jeep durchs Hochland, bis wir den Hafrahvammagljúfur Canyon (versucht das mal auszusprechen ;D) erreichten, welcher der dunkelste und imposanteste Canyon Islands ist. Wir sind herumgeklettert und haben die Gegend erkundet, ein einziges weiteres Auto war gerade mal vor Ort. Es ist eine Mondlandschaft, in der fast nichts blüht, ein karger Fleck und dennoch von unfassbarer Schönheit. Jeder Ruf erschuf ein zweifaches Echo und uns ging ehrlich gesagt schon ein bisschen die Muffe, so unglaublich steil und tief waren die Klippen. Nach einer Stunde Herumstreifen mussten wir leider zurück zum Auto, da wir den besten Teil des Tages noch vor uns hatten: den heißen Wasserfall. Es ist ein Stückchen Arbeit, diesen Platz zu finden - wir sind fast 1,5 Stunden in der Wildnis herum gefahren. Uns ist nicht ein Auto begegnet, nur ein paar Schafe. Es gab kein Schild, keine Kennzeichnung auf irgendeiner Karte, wir hatten lediglich Koordinaten zur Hand und haben uns so durch das Hochland navigiert. Aber man, es hat sich gelohnt. Es hat sich nicht nur gelohnt - es war das Beste, was wir je erlebt haben. Und das ist keine Übertreibung. Wir alle Vier waren uns einig, dass dieser Ort nicht zu übertreffen sei.

Ganz plötzlich sahen wir auf unserer Irrfahrt also einen schmalen Fluss und auf der anderen Seite ein verfallenes Farmhaus. Wir sind mit dem Auto durch besagten Fluss manövriert und haben es an der Ruine geparkt. Danach ging es nur noch zu Fuß weiter. Eine kleine Klettertour entfernt sahen wir die Erde dampfen. Wir sind dem Bach gefolgt und eine Böschung hinunter gerutscht und dann... dann waren wir da. Und sprachlos. An einem eiskalten, rauschenden Fluss liegt ein kleiner Berghang, über welchen sich heißes Wasser ergießt. Mit der Zeit hat sich dort ein Becken geformt, groß genug, um mit mehreren darin zu baden, sich auf die Steine zu stützen und auf den reissenden Fluss, die Berge, die Schafe und in den Abendhimmel zu schauen. Es war magisch, unwirklich. Wir waren ganz allein, um uns herum wirklich gar nichts als Kilometer um Kilometer unberührte Natur. Und wir waren ganz ruhig und andächtig und so merkwürdig berührt. Wir haben uns unter den heißen Fall gestellt, die Füße im kalten Fluss gekühlt und waren für eine Stunde auf einem anderen Planeten. Für uns ist klar, dass dies der schönste Ort Islands ist. Und das wir nächsten Sommer dort campen werden. Dann trinken wir morgens Kaffee in dem heißen Becken, duschen unter der natürlichen Dusche und schlafen inmitten des gigantischen Nichts. Das wird der beste Sommer aller Zeiten! :)

So, und wie bereitet man sich eigentlich auf ein solches Abenteuer vor? Auf vier Tage Wildnis, mit wenig Schlaf, keinerlei Tankstelle oder Shop in Sicht, mit ständig wechselndem Wetter und dem verschiedensten Terrain? Ein gut gefüllter Kofferraum ist das A und O! Ersatzkanister mit Benzin (wirklich - im Hochland gibt es keine Zapfsäule, ebenso wenig auf den vereinzelten Farmen dort), eine Kühltruhe gefüllt mit belegten Brötchen, etwas Obst, Energieriegel, mindestens 6 große Flaschen Wasser (kommt natürlich auch darauf an, mit wie vielen Leuten ihr unterwegs seid) und ein, zwei Thermoskannen mit Tee, die man sich morgens schnell auffüllt. Da man Entfernungen super schwer einschätzen kann, ohne jedwede Karte, empfiehlt sich am Abend auch eine Taschenlampe beim Wandern. Ein Notfallpack mit Verbandszeug und ein bisschen Arznei solltet ihr mithaben und natürlich Kleidung für alle (Wetter-)Fälle. Regensachen, imprägnierte Wanderschuhe, Schwimmsachen (!), Handtuch und unbedingt eine Tüte für die nassen Klamotten. Zum ausgiebigen Stylen kommt man in einer solchen Zeit nicht großartig. Also reichen Duschgel, Deo, Gesichtspflege und Trockenshampoo im Gepäck, der Rest des Kofferraums muss für all die Verpflegung und Wechselkleidung (auch einen warmen Parka solltet ihr mitnehmen, egal, ob Sommer oder nicht) frei bleiben. Bei vier Personen ist selbst ein größerer Kofferraum mit Equipment voll, da kann man sich Dinge wie Haarshampoo, Fön, Stylingkrams und MakeUp eher sparen. :) 

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6 Comments

Hafrahvammagljúfur. (Try to say that!) - cllct.net 8 months ago

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Hannah 8 months ago

Das Bild von euch vier in schwarz-weiß ist so wunderschön, da geht einem das Herz auf. <3

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Sarah 8 months ago

Einfach atemberaubend! Da will man sofort die Koffer packen und sich ins Abenteuer stürzen 😍!

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crumb 8 months ago

Hallo (0 Oh man, da wird ich jetzt mal echt neidisch!! Traumhafte Bilder *-*

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crumb 8 months ago

Ups, Tippfehler ;D egal, verstanden werde ich dennoch!?

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Tine 8 months ago

Wahnsinn! Da will man doch sofort die Taschen packen und ab nach Island! <3 Traumhafte Bilder! Eure Pläne für den nächsten Sommer hören sich toll an!
Woher habt ihr den Bikini und Badeanzug?
Liebste Grüße von Tine

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