Viewing posts for the category Reykjavik

Vor den Toren Reykjaviks: Naturschutzgebiet und Picknick-Paradies Heiðmörk

Wir haben es schon so oft im Nebensatz erwähnt, ihm aber noch nie einen ganzen Beitrag gewidmet - dem Naturschutzgebiet am Rande Reykjaviks, einem unserer liebsten und meist besuchten Plätze der Insel: dem Heiðmörk. Das riesige Naherholungsgebiet wird von den meisten Touristen komplett links liegen gelassen und obwohl es direkt an der Stadtgrenze liegt, ist man fast immer komplett allein unterwegs. Wer sich ins Heiðmörk verirrt, wird erstmal erstaunt sein, denn auch wenn es ganz typisch isländisch ist, mit all seinen bemoosten Hügeln, den Bergen in der Ferne, den vielen Flüsschen und Miniatur-Wasserfällen, so ist es doch auch sehr ungewöhnlich. Denn in dem Gebiet findet ihr etwas, was Island nicht an jeder Ecke zu bieten hat... Wald! (Der Name bedeutet übersetzt so viel wie 'der Wald an der Heide', seit 1950 wurden hier über 4Mio Nadelbäume, Birken und auch hunderte Wildblumen gesetzt.) Für uns ist es ein kleines Paradies, wir haben schon so viele Wochenenden an den großen Seen gepicknickt, waren auf den vielen Wanderwegen spazieren und IKEA liegt praktischerweise auch nur einen Katzensprung entfernt, falls der große Hunger kommt oder man plötzlich eine neue Kommode braucht. :D Nein, im Ernst, das Gebiet ist wunderschön, weitläufig und bietet unheimlich abwechslungsreiche Natur. Rote Felsformationen, die Berge in der Ferne, im Sommer ein Meer aus Lupinen - dem Heiðmörk wird bei weitem nicht genug Beachtung geschenkt!

read entire story

Kommt mit ins Café Flóran - Reykjavik's Gartencafé und kleine grüne Oase.

Versteckt im botanischen Garten Reykjaviks liegt ein gemütliches Gewächshaus, das von aussen zwar wunderhübsch anzusehen ist, dennoch längst nicht vermuten lässt, was für fantastisches Essen dort serviert wird. Das Café Flóran ist eines der ungewöhnlichsten Bistros, das wir kennen. Von aussen ein mittelgroßes Gewächshaus, mit ein paar Sitzgelegenheiten vor der Tür, daneben ein zuckersüßer, kleiner, weißer Pavillon mit passenden Sitzmöbeln in weiß. Betritt man das Café, wird man ordentlich überrascht. Ein kleiner Teich begrüßt einen, überspannt von einer niedlichen Brücke. Vereinzelte Tische, eine eher unscheinbare Theke, überall Holzbalken umrankt von Grünpflanzen, dazwischen hängen Glühbirnen, Vögel sitzen in den Büschen und singen vor sich hin. Eine absolute Oase der Ruhe. Die Nachbarkatzen kommen hier gern zu Besuch, streifen einem um die Beine, während man in den warmen Sonnenstrahlen, die durch die Glasfronten scheinen, seinen Kaffee trinkt. Wir lieben es hier. Von Mai bis Oktober kann man von 9Uhr am morgen bis 18Uhr am Abend Cappuccino trinken und seinen Notizblock befüllen. Keine Hetze, kein Druck, nur Katzen, Vögelchen und Natur. Das Flóran wirkt wie ein Café, ist aber tatsächlich auch ein grandioses Restaurant. Man bekommt eine kleine Auswahl an Speisen und absolut alles, was wir bis dato bestellt haben, war unglaublich lecker.

read entire story

Willkommen im günstigsten und gemütlichsten Café Reykjaviks!

Wenn wir eine Sache lieben, dann sind es Cafés. (Na gut, wir lieben Vieles. Aber Cafés eben auch. :D). In der Mittagspause sind wir schon immer gern aus dem Haus gegangen, lassen die Arbeit dann für ein, zwei Stunden ruhen, drehen eine Runde um den Stadtsee und setzen uns danach in eine der vielen kleinen Kaffeestuben Reykjaviks. Oder Hannovers. Oder welcher Stadt auch immer wir gerade unterwegs sind. Bei einem Chai Latte und einem Croissant aus dem Fenster zu schauen - Regen, Schnee oder Sonnenstrahlen beim Tanzen zuzusehen - und sich was zu erzählen, ist zu unserer perönlichen kreativen Denkpause geworden. Wir schalten kurz ab, reden mal über was anderes, als den Blog oder hängen einfach still unseren Gedanken nach. Es ist wichtig, nicht ununterbrochen in und an der Arbeit zu hängen. Um sich wieder und wieder inspirieren zu können braucht man Input - und wenn man das 'echte' Leben nur noch an sich vorbei ziehen lässt, wo soll dieser Input dann herkommen? Wir haben das auf die eher harte Tour gelernt, waren wir doch jetzt schon mehrfach an dem Punkt, wo die Köpfe nur noch leer waren, der Tunnelblick kein Rechts und Links mehr zugelassen hat und wir uns ausgelaugt und ideenlos fühlten. Rituale abseits des Arbeitslebens sind daher essentiell, egal ob selbstständig oder angestellt. Sich auf kommende Abenteuer vorfreuen, mal einfach zwei Stunden lesen, eine Serie schauen, spazieren gehen und die Natur genießen, oder eben ins Café setzen und eine Weile gar nichts denken, sondern aus dem Fenster schauen und am Chai Tee nippen - was auch immer euer Ritual ist: lasst es nicht schleifen und nehmt euch die Zeit! :)

read entire story

Streetstyle Reykjavik: mädchenhaft im Mantel vs. leger in Bomberjacke.

Wer sich jetzt denkt "Wie kann sie nur mit offenen Schuhen rumrennen, bei 9°C und strengem Wind?" dem können wir nur sagen: da müsstest du mal die Isländerinnen sehen! Solange es nicht schneit, gehen Birkenstocks und auch Riemchen-Sandalen das ganze Jahr über. Wie war das gleich mit den Harten und dem Garten? Richtig! Solange es nicht regnet und man ein Stündchen straff läuft, kann man noch immer seine schönen Schlappen rauskramen und ausführen. Und weil die Isländer generell sehr stylisch sind, passt man sich an und geht für einen Kaffee zur Abwechslung auch mal NICHT in den praktischen Sachen raus. Wer hier in der Innenstadt nämlich Outdoor-Wear trägt, der fällt sofort als Tourist auf und wir wollen uns ja so ganz langsam aber sicher mal assimilieren, nicht wahr! ;D // Aus dem Alltag: Es regnet in Reykjavik. Aktuell plätschert es Tag ein, Tag aus vor unseren Fenstern die Regenrinne herunter. Wir waren längst sicher, wir müssten eine regelrechte Regenpause einlegen, doch das Wetter hier wechselt, wie es ihm gefällt und so schenkte es uns gestern spontan Zeit und einen Hauch Sonne für Coffee to Go und einen Spaziergang in 'unserem' Viertel. Wir haben die kurze Unterbrechung im Dauergrau genutzt, direkt ein paar Fotos zu schießen und gegen unsere leicht angegraute Laune anzugehen. Das ist hier in der Innenstadt recht einfach, muss man doch nur durch die Gassen schlendern und den knalligen Häuschen folgen, um wieder ein wenig Farbe in den verregneten Alltag zu bringen. Mindestens jeden zweiten Tag müssen wir draußen eine Runde drehen, sonst werden wir wahnsinnig.

read entire story

Follow us around: ein absolut perfekter Vormittag in Reykjavik.

Beginnen wir mit einem Frühstück in der 'grauen Katze' (Grai Kotturinn). In Reykjavik sucht man bisweilen vergeblich einen WIRKLICH guten Start in den Morgen. Bekannte Anlaufstellen wie das Vegamót und Laundromat Café bieten zwar einige Leckereien, sind aber restlos übervölkert und auch wirklich schweine-teuer. Auf die Hand gibt es tolle Brötchen in der Bakari Sandholt, aber auch hier handelt es sich um einen Touri Spot und ihr müsst Nummern ziehen, um euer Frühstück zu kaufen. Echte Ironie, wenn man bedenkt, dass man mutterseelenallein ist, wenn man eine halbe Stunde aus der Stadt heraus fährt. Deswegen ist unser absoluter Tipp für geniale Bagels und yummy Pfannkuchen das kleine Mini-Stübchen in Downtown. Bestellt euch einen O-Saft dazu und fragt nach dem Sirup für die Pancakes und wir garantieren euch ein fantastisches Morgen-Mahl. Uns ist der Kaffee, der in Reykjavik serviert wird, fast überall zu bitter. Wenn ihr wie wir eher auf eine 'leichte Bohne' steht, dann ordert keinen Kaffee dazu, sondern geht in eines der Te og Kaffi Cafés - diese sind extrem nah an Starbucks anzusiedeln, bieten aber neben den Klassikern wie Lebkuchen Latte und Pumkin Spice Latte beispielsweise auch heißen Kakao mit Mint an (obergeil!). Wir persönlich trinken Tee fast genauso leidenschaftlich wie Kaffee - allerdings geben die Supermärkte kaum was her. Wer frische und vielleicht auch ausgefallene Sorten sucht, der wird ebenfalls im Te og Kaffi fündig, wo man einiges an losem Tee kaufen kann. Noch ein Ding: ihr könnt hier sogar mit Euro bezahlen (bekommt dann aber eben Kronen zurück). :D

read entire story

ÁFRAM ÍSLAND! HUH! - Wie wir die EM 2016 hautnah hier in Reykjavik erlebt haben.

Ja, ja, wir sind im Fußball-Fieber. Und glaubt uns, euch würde es genauso gehen, würdet ihr an unserer Stelle sein. Man ist hier einfach so mittendrin und selbstverständlich ein Teil der Party. Daher fanden wir uns am Montag auch zur Begrüßung des Teams in Downtown Reykjavik ein. Tatsache ist, dass wir in Deutschland niemals auf diese Idee gekommen wären. Zum einen waren wir noch nie begeisterte Fans des Sports, nein, nicht einmal interessiert daran, und selbst wenn dem so gewesen wäre - sicherlich hätten wir uns trotzdem niemals nach Berlin begeben, um eine Mannschaft zu feiern. Und hier? Ist es einfach was völlig anderes. Es fängt bei der Mannschaft an: Island hat 331.860 gebürtige Isländer, davon sind 120 professionelle Fußballspieler. (Vulkane gibt es beispielsweise 126) Da sind die Chancen schon einmal gegen Null, überhaupt in die Endrunden des European Championship vorzudringen. Island ist das kleinste Land, welches es jemals geschafft hat, an einem solch großen Turnier teilzunehmen. Nicht nur in Europa übrigens, in der ganzen Welt. Selbst Trinidad & Tobago, die an der WM teilnahmen und die bis dahin den Rekord hielten, sind fast 4x so groß wie Island. Dann kommen die Fans dazu. 10% der Gesamtbevölkerung sind nach Frankreich gereist, darunter keine Hooligans, allerdings 10 festangestellte Polizisten. Wer nicht vor Ort war, saß beim Public Viewing oder vor dem Fernseher. 99.8% aller Isländer haben laut Messungen das Spiel gegen England geschaut, wie krass ist das bitte?

read entire story