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Gletscherwanderung auf dem Sólheimajökull.

Da sind wir also. Mitten auf dem blau schimmernden, ewigen Eis. Um uns herum dicke Nebelschwaden, hinter welchen sich unscharf die Konturen der Bergkuppen erkennen lassen. Der Regen tröpfelt unaufhörlich von unseren Kapuzen, die fast unheimliche Stille wird ab und an vom Knacken des Eises unterbrochen. In der Ferne vernehmen wir ein gewaltiges Rauschen. Irgendwo in dem grauen Gewaber um uns herum muss sich noch ein Wasserfall verstecken. Man könnte meinen, wir hätten bei unserem 12 Stunden Trip am Freitag mit dem Wetter wirklich Pech gehabt, aber wir lieben auch diese Tage. Die schweren, nassen Stunden, sie lassen die ganz besondere Magie Islands erst so richtig deutlich werden. Wenn die Wolkenmassen plötzlich aufreissen und ein wenig von der in Herbstfarben getauchten Landschaft freigeben. Den trägen Gletscherfluss mit den groben Eisblöcken, die tiefgrünen Berghänge, die rauen Zacken des Eises, bedeckt von schwarzer Vulkanasche. Es ist wahrscheinlich nicht jedermann's Sache, dick in Regenkleidung gehüllt, dem Wind entgegen, über einen Gletscher zu stapfen, unsere ist es aber ganz bestimmt. Wir hatten einen wundervollen, verhangenen Freitag, aber lasst uns die ganze Geschichte erzählen: Alles beginnt damit, dass Joseph (@joe_shutter) anfragt, ob wir nicht einen Gastbeitrag für die Icelandic Mountain Guides verfassen wollen. Sie hätten gern Fotos von uns geschossen, zur Verwendung für ihr Social Media. Die Tour dürfen wir uns aussuchen. Wir sind ziemlich Stolz, als Teil der isländischen Fotografen Riege anerkannt zu werden und entscheiden uns spontan für einen 12 stündigen Trip in den Süden. Gletschertour, Skogafoss, isländisches Buffet, Seljalandsfoss bei Nacht und Nordlichter. Klingt nach einem Abenteuer. Es wird auch eins. Ein echtes, eins, wie wir es lange nicht, vielleicht so gar noch nie, erlebt erhaben. Wir wollen ehrlich mit euch sein - es war auch eine Herausforderung.

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Islands Süden: Wer nach Einsamkeit sucht, der sollte sich zum Helgufoss aufmachen.

Die heutigen Bilder sind am Helgufoss entstanden. Ein Wasserfall ein Stück weit ausserhalb Reykjaviks, hinter dem Haus des verstorbenen Halldór Laxness, Island's bis dato einzigem Nobelpreisträger. Jeden Tag ist der Schriftsteller spazieren gegangen, die liebste Route war die zum Wasserfall. Von seinem weißen Anwesen aus läuft man ca. eine Stunde in die absolute Wildnis, über weite Ebenen, vorbei an unzähligen freilaufenden Pferden. Entlang eines wunderschönen Flusses, der sich seinen Weg durch das Land gegraben hat, wandert man in völliger Einsamkeit (wir haben nur ein älteres, isländisches Ehepaar getroffen, sonst war weit und breit niemand zu sehen) bis zum Fuße der Berge. Der Helgufoss ist verglichen zu seinen berühmten Verwandten eher klein, aber das macht ihn nicht weniger schön. Wir waren ein wenig ZU sehr in Abenteuerstimmung und sind den steilen Hang am Wasserfall hinauf geklettert, was mit unseren nicht unbedingt wandertauglichen Schuhen eine *entschuldigt Scheiß-Idee war. Durch den Dauerregen der vergangenen Tage war der Boden aufgeweicht und lehmig und wir sahen nach unserer kleinen Tour nicht nur aus wie Sau, sondern haben es auch fast nicht wieder runter geschafft. Auf allen Vieren geschlittert, wie zwei Spinnen auf Koks, das kann nur lächerlich ausgesehen haben. Die Strafe ist ein fieser Muskelkater - wir sind schon so zwei echte Chuck Norris. :D So langsam wird es merklich kühler und lange werden wir uns in unseren Strickjacken und Capes wohl nicht mehr vor der Kälte schützen können. Ein paar coole Parker wären spitze, aber ein weiteres Fast-Fashion Teil kommt uns nicht mehr in den Schrank. Wir haben uns in ein paar Modelle von Tommy Hilfiger (gibt bei Peek & Cloppenburg Düsseldorf) verguckt und zwar so richtig. Einen fetzigen Wintermantel* zu finden ist gar nicht mal so leicht, weswegen wir ohne Witz jahrelang nur mit Wollmänteln vor die Tür gegangen sind. Naja, mal schauen, ob wir demnächst in ein hochwertigeres und langlebigeres Teil investieren.

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Streetstyle Reykjavik: mädchenhaft im Mantel vs. leger in Bomberjacke.

Wer sich jetzt denkt "Wie kann sie nur mit offenen Schuhen rumrennen, bei 9°C und strengem Wind?" dem können wir nur sagen: da müsstest du mal die Isländerinnen sehen! Solange es nicht schneit, gehen Birkenstocks und auch Riemchen-Sandalen das ganze Jahr über. Wie war das gleich mit den Harten und dem Garten? Richtig! Solange es nicht regnet und man ein Stündchen straff läuft, kann man noch immer seine schönen Schlappen rauskramen und ausführen. Und weil die Isländer generell sehr stylisch sind, passt man sich an und geht für einen Kaffee zur Abwechslung auch mal NICHT in den praktischen Sachen raus. Wer hier in der Innenstadt nämlich Outdoor-Wear trägt, der fällt sofort als Tourist auf und wir wollen uns ja so ganz langsam aber sicher mal assimilieren, nicht wahr! ;D // Aus dem Alltag: Es regnet in Reykjavik. Aktuell plätschert es Tag ein, Tag aus vor unseren Fenstern die Regenrinne herunter. Wir waren längst sicher, wir müssten eine regelrechte Regenpause einlegen, doch das Wetter hier wechselt, wie es ihm gefällt und so schenkte es uns gestern spontan Zeit und einen Hauch Sonne für Coffee to Go und einen Spaziergang in 'unserem' Viertel. Wir haben die kurze Unterbrechung im Dauergrau genutzt, direkt ein paar Fotos zu schießen und gegen unsere leicht angegraute Laune anzugehen. Das ist hier in der Innenstadt recht einfach, muss man doch nur durch die Gassen schlendern und den knalligen Häuschen folgen, um wieder ein wenig Farbe in den verregneten Alltag zu bringen. Mindestens jeden zweiten Tag müssen wir draußen eine Runde drehen, sonst werden wir wahnsinnig.

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Follow us around: ein absolut perfekter Vormittag in Reykjavik.

Beginnen wir mit einem Frühstück in der 'grauen Katze' (Grai Kotturinn). In Reykjavik sucht man bisweilen vergeblich einen WIRKLICH guten Start in den Morgen. Bekannte Anlaufstellen wie das Vegamót und Laundromat Café bieten zwar einige Leckereien, sind aber restlos übervölkert und auch wirklich schweine-teuer. Auf die Hand gibt es tolle Brötchen in der Bakari Sandholt, aber auch hier handelt es sich um einen Touri Spot und ihr müsst Nummern ziehen, um euer Frühstück zu kaufen. Echte Ironie, wenn man bedenkt, dass man mutterseelenallein ist, wenn man eine halbe Stunde aus der Stadt heraus fährt. Deswegen ist unser absoluter Tipp für geniale Bagels und yummy Pfannkuchen das kleine Mini-Stübchen in Downtown. Bestellt euch einen O-Saft dazu und fragt nach dem Sirup für die Pancakes und wir garantieren euch ein fantastisches Morgen-Mahl. Uns ist der Kaffee, der in Reykjavik serviert wird, fast überall zu bitter. Wenn ihr wie wir eher auf eine 'leichte Bohne' steht, dann ordert keinen Kaffee dazu, sondern geht in eines der Te og Kaffi Cafés - diese sind extrem nah an Starbucks anzusiedeln, bieten aber neben den Klassikern wie Lebkuchen Latte und Pumkin Spice Latte beispielsweise auch heißen Kakao mit Mint an (obergeil!). Wir persönlich trinken Tee fast genauso leidenschaftlich wie Kaffee - allerdings geben die Supermärkte kaum was her. Wer frische und vielleicht auch ausgefallene Sorten sucht, der wird ebenfalls im Te og Kaffi fündig, wo man einiges an losem Tee kaufen kann. Noch ein Ding: ihr könnt hier sogar mit Euro bezahlen (bekommt dann aber eben Kronen zurück). :D

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Gewinnt eine Vulkan-Tour durch Island!

Immer, wenn es um Island geht, werden wir natürlich super hellhörig, wenn es dann sogar darum geht, eine Reise hierher gewinnen zu können, sind wir ganz vorn mit dabei. Selbstverständlich nicht, um selbst den Trip an Land zu ziehen, sondern euretwegen - damit ihr die Insel erkunden kommen könnt und wir im Bestfall sogar noch gemeinsam einen Kaffee trinken gehen! ♥ Und so schlackerten uns die Ohren, als wir von der neuen DAIM Kampagne erfuhren, bei welcher sich der Hauptgewinn ordentlich gewaschen hat. Eine Islandrundreise inkl. Vulkan-Tour! Auf diese packen wir ganz höchstpersönlich, sollte eine von euch gewinnen, noch 'nen Cocktail oder Cappuccino mit uns beiden an einem unserer liebsten Plätze hier in Reykjavik - falls die Gewinnerin denn Bock darauf haben sollte! :) Wir fassen euch heute kurz zusammen, was zu tun ist, um hoffentlich, hoffentlich bald mit uns auf euren geilen Urlaub anzustoßen (und haben außerdem noch die Bilder von unserem letzten Roadtrip-Tag in petto). Daim hat da also eine neue Kampagne. Diese läuft unter dem Motto: Wie einzigartig bist du? Und da ihr alle ganz wundervoll kreative, einzigartig schillernde Einhorn-Persönlichkeiten seid, sollte es wohl ein Klacks sein, sich hier den Hauptgewinn zu sichern, oder!? ;) Vom 01. September bis zum 31. Dezember läuft das Gewinnspiel und die Aufgabe könnte simpler nicht sein.

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Islands Osten: eine zuckersüße Stadt am Fjord und ein faszinierender Auto-Friedhof.

Der Sonntag begann für uns entspannter, wir haben ausgeschlafen, uns fertig gemacht und sind dann gegen frühen Mittag zum Skriðuklaustur aufgebrochen - einem uralten, aber wundervoll instand gehaltenen Kloster - an welchem Júníus Meyvant an diesem Tag ein Konzert gab. (Jedes Jahr findet in Egilsstaðir und Umgebung ein mehrtägiges Festival statt, in dessen Zuge Künstler aus ganz Island in den verschiedensten Locations auftreten.) Im Hinterhaus des Klosters bekommt man einen morgendlichen Bruch zum kleinen Preis und so saßen wir im Wintergarten zwischen den dort gepflanzten Tomaten und haben uns Waffeln genehmigt, bevor wir es uns am Berghang bequem machten und Herrn Meyvant mit Gitarre beim Besingen von 'Gold Laces' zuhörten. Man, der Mann hat ja so eine WUNDERschöne Stimme. Und die Atmosphäre dort, zum Flennen. Ausser uns waren nur Isländer vor Ort, alle von den umliegenden Farmen und Örtchen. Neben uns saß ein Opi im Liegestuhl und wippte glücklich lächelnd mit den Füßen. Kaffee durfte man ruhig mit rausnehmen, keiner hat sich Sorgen gemacht, man würde abhauen, ohne zu bezahlen. ;) Es war angenehm warm, die Wolken zogen sich gerade zurück und wir fühlten uns (mal wieder) wie im Film. Was für ein großartiger Vormittag! (Infos zum Kloster findet ihr hier.)

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