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Damals, als wir tanzten.... Ein Twiggy Look.

Wie oft sind wir früher tanzen gegangen. Nur wir zwei, auf unseren ersten selbstgekauften Heels (sie waren Hellblau und Hellrosa, super hoch und ganz spitz) - bis in die frühen Morgenstunden haben wir uns über den glatten Boden des Clubs gekreiselt, haben gelacht und an unseren Cocktails genippt. Wir konnten es nicht abwarten, das Wochenende, das Fertigmachen, das Ausführen des neuen Kleides oder Lippenstiftes. Wir haben uns unsere liebsten Lieder gewünscht, unser geringes Monatsbudget für Eintritte und Tequilla Shots ausgegeben und das Tanzen geliebt. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass dieses Wochenend-Gefühl in den verrauchten Clubs der Stadt jemals vergehen würde. Haben unsere Eltern belächelt, wenn sie sagten: 'Sind wir froh, dass wir nicht mehr mitmüssen'. Wir haben gedacht, diese Zeit wäre für immer. Sie war es nicht. Als wir vor kurzem von einem Konzert zurückfuhren, wir müde im Auto saßen und uns sehnlichst ins Bett wünschten, da war ein für alle mal klar: die Tage des Durch-die-Nacht-tanzens sind gezählt. Macht uns das taurig, wehmütig? Nicht im Geringsten.

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Plötzlich erwachsen - ein damenhafter Alltagslook.

Da stehen wir also an der Bahnstation, mit all unseren Unterlagen, auf dem Weg zum Steuerberater. Mit modischer Sonnebrille und Lederhandschuhen, ich mit meiner schicken neuen Aktentasche und Absätzen, Linda mit strengem Pferdeschwanz und Coffee to go. Während wir auf die Bahn warten und unseren albernen Witzchen fröhnen (wir hoffen stets inständig, dass uns niemand bei unseren Gesprächen belauscht), liegt unser Blick auf unserer alten Schule, dem Gymnasium, welches wir über Jahre jeden Morgen gemeinsam betraten. Damals. Wir sehen den Jungs und Mädels dabei zu, wie sie aus dem Gebäude strömen, laut lachen, sich schubsen und ankichern. Der Bahnsteig um uns herum füllt sich mit unzähligen Jugendlichen. Wie jung sie alle aussahen. Wie sehr uns in diesem Moment auffällt, dass wir nicht mehr ein Alter sind. Dass wir in ihren Augen nicht cool und fetzig, sondern alt und busy wirken. Erwachsen eben. 20 Minuten später - wir haben vor unserem Termin noch kurz Zeit für ein Hörnchen beim Bäcker um die Ecke. Zwei Junge Mädchen stehen vor der Theke, können sich aber nicht so recht entscheiden, was sie nun wollen. Die Verkäuferin sagt: "Ich bediene dann eben erst die zwei Damen, dann könnt ihr euch entscheiden, ja?" Mit den zwei Damen meint sie uns. Wir bezahlen und setzen uns vor der Tür auf eine Bank. In der kühlen Winterluft wird uns bewusst, dass dies der Tag ist, der mit einem Schlag aufzeigt: unsere Jugend ist offiziell vorbei.

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Schaf im Schafspelz - ein gemütlicher Winterlook mit Fransenboots und Teddyfell.

Die Sonne scheint, im Garten zwitschern die Vögel und obwohl es eisekalt ist, keimt in uns langsam eine gewisse Frühjahrs-Euphorie auf. Eine Jahres-Euphorie sogar, weil - mal wieder - alles auf Veränderung steht. Doch weil wir euch sicherlich bald in aller Detailliertheit mehr über eben jene Veränderungen berichten werden, halte ich mich heute kurz und spreche nur noch ein wenig über mein Outfit. Dieses hat es nämlich an selbiger Stelle schon einmal ganz ähnlich gegeben - Teddymantel zu Minirock und braunen Stiefeln. (Den früheren Look hab ich euch in den related Posts verlinkt.) Zwei Jahre ist er alt und während wir da nun so knipsten, fiel es mir auf. 'Huch, in gleichem Aufzug hab' ich hier doch schon mal Fotos gemacht!' Tja, mein Geschmack hat sich in den letzten Jahren scheinbar nicht mehr allzu sehr verändert und Lieblingslooks sind Lieblingslooks. Zu meinen neuen Fransen-Stiefelettchen und der braunen Wildledertasche bin ich erneut in den Mix aus dicker Kuscheljacke und Minirock geschlüpft. Letzterer diesmal aus Wolle und in Kombination mit lockerer Bluse. Zudem trage ich das erste Mal in meinem Leben Choker. Auch wenn ich dieses geknotete Lederband super schön finde und sicher gerade im Sommer oft noch kombinieren werde - zu einem richtigen Samthalsband wird mich nichts mehr bewegen, für mich fühlt sich das zu sehr nach Hund und 90er Trend an. Ich werde alt. :D Ausserdem neu ist dieser Augenschmaus von einer Brille.

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Mustermix und Stilbruch im finnischen Winter.

Meine Güte ist das kalt hier in Deutschland! Da kommen wir aus dem tief verschneiten Finnland und freuen uns auf Sonnenstunden und was passiert? Hannover übertrumpft die skandinavische Kälte um Längen. Da wäre uns in Island wesentlich wärmer. Auch wenn die kürzlich ausgebrochene Hitzewelle (12°C!) vorüber ist, so sind für heute immerhin noch 7°C angesagt, was Hannover mal eben um 10°C schlägt - verrückte Welt. Doch ich will ja nicht mosern, immerhin bin ich dafür zu Hause und kann meine liebe Schmu knuddeln und die Zwillinge und überhaupt die ganze Familie und all die Dinge erledigen, die in Island liegen geblieben sind. Und euch endlich auch mein Outfit aus Hollola zeigen - einer kleinen Gemeinde auf dem Land, mit einer uralten Steinkirche, ganz wundervollen Häuschen und einem niedlichen Restaurant, in welchem wir uns mit einem Kaffee aufgewärmt haben, nachdem wir ein wenig die Umgebung erkundet hatten. Glücklicherweise hatte ich diverse Kleiderlagen gestapelt, denn der Wind zog ganz gewaltig durch die Bäume und ließ mich trotz Thermo-Vollausrüstung ein wenig frösteln. Zu schwingendem Kleid in Schottenkaro habe ich wagemutig meinen gemusterten Blutsgeschwister Mantel kombiniert, der wirklich eines meiner absoluten Lieblingsstücke überhaupt ist. Weil es wirklich ungemütlich war, so rein wettertechnisch, mussten zu meinen Schnürboots auch noch overknee Strümpfe her und so bekam mein sehr niedliches Outfit gleich noch ein derbes Element mit auf den Weg und damit den letzten Schliff für mich. Ich mag ja solche recht krassen Stilbrüche. Und ich mag Wärme. Daher ziehe ich mich jetzt kurz vom PC zurück für eine Runde Tee und Wärmflasche.

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Lieblingsstück: der geschnürte Midirock.

Schnee und Kälte bedeuten nicht immer gleich Schneeanzug - Thermo-Unterhemd und eine Thermo-Strumpfhose machen es möglich. Ich finde es toll, mich für einen schönen Tag, zum Sight-Seeing und Kaffee-Abstecher, entsprechend zu kleiden. Wir haben uns alle ein wenig schick gemacht, eine uralte Kirche, eine wunderschöne Villa aus alten Zeiten und Lahtis Fischereihafen unter die Lupe genommen und waren zum Abschluss in einem süßen, kleinen Café Petit Furs verspeisen. Der taillierte Mantel ist sehr schwer und dadurch ziemlich warm - ich habe ihn als Farbklecks zu meinem neuen, geschnürten Midirock und Rollkragenpullover kombiniert. Schal und Handschuhe waren bei -9°C unverzichtbar und meine Heels haben glücklicherweise Profil, so dass es sich prima über die verschneiten Gehwege flanieren ließ. Man sieht mir die Kälte dennoch an, ich hab ganz trockene Stellen im Gesicht bekommen (mein Vater meinte noch vorher zu mir: du musst dir dein Gesicht in der finnischen Kälte immer ganz dick eincremen) und hatte auch ständig raue Lippen. Da muss man tatsächlich ein wenig aufpassen, sonst ähnelt man, speziell in der Kombination mit Sauna, fluchs einer Trockenpflaume. ;) // Aus dem Alltag: Wir sind zurück aus Finnland und melden uns heute mit mehrtägiger Verspätung erst wieder bei euch. Wenn der Wurm einmal drin ist, ist er drin und so war das W-Lan in unserer wundervollen Hütte nicht ausreichend, um einen Blogpost hochzuladen und die Idee, das Ganze auf der Fähre zurück nach Deutschland nachzuholen, scheiterte an dem nicht vorhandenen Empfang an Bord.

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Willkommen im günstigsten und gemütlichsten Café Reykjaviks!

Wenn wir eine Sache lieben, dann sind es Cafés. (Na gut, wir lieben Vieles. Aber Cafés eben auch. :D). In der Mittagspause sind wir schon immer gern aus dem Haus gegangen, lassen die Arbeit dann für ein, zwei Stunden ruhen, drehen eine Runde um den Stadtsee und setzen uns danach in eine der vielen kleinen Kaffeestuben Reykjaviks. Oder Hannovers. Oder welcher Stadt auch immer wir gerade unterwegs sind. Bei einem Chai Latte und einem Croissant aus dem Fenster zu schauen - Regen, Schnee oder Sonnenstrahlen beim Tanzen zuzusehen - und sich was zu erzählen, ist zu unserer perönlichen kreativen Denkpause geworden. Wir schalten kurz ab, reden mal über was anderes, als den Blog oder hängen einfach still unseren Gedanken nach. Es ist wichtig, nicht ununterbrochen in und an der Arbeit zu hängen. Um sich wieder und wieder inspirieren zu können braucht man Input - und wenn man das 'echte' Leben nur noch an sich vorbei ziehen lässt, wo soll dieser Input dann herkommen? Wir haben das auf die eher harte Tour gelernt, waren wir doch jetzt schon mehrfach an dem Punkt, wo die Köpfe nur noch leer waren, der Tunnelblick kein Rechts und Links mehr zugelassen hat und wir uns ausgelaugt und ideenlos fühlten. Rituale abseits des Arbeitslebens sind daher essentiell, egal ob selbstständig oder angestellt. Sich auf kommende Abenteuer vorfreuen, mal einfach zwei Stunden lesen, eine Serie schauen, spazieren gehen und die Natur genießen, oder eben ins Café setzen und eine Weile gar nichts denken, sondern aus dem Fenster schauen und am Chai Tee nippen - was auch immer euer Ritual ist: lasst es nicht schleifen und nehmt euch die Zeit! :)

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