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Zum Frühlingsanfang darf's auch mal ein bisschen Kanarienvogel sein. Grün zu Gelb.

Ich hatte eine Phase in meiner Jugend, da habe ich nur gedeckte Farben getragen. Meine Garderobe bestand komplett aus Grau, Schwarz, Braun und ein blasses Rot war das höchste der Gefühle. Seit Jahren schon kann ich von Farben nun nicht mehr genug bekommen. Mische wild, trage alles von Intensiv-Lila bis Knallgrün und besitze tatsächlich nur noch sehr, sehr wenige Basics in Schwarz und Grau. Jeans, ein schickes Kleid, ein bisschen was zum Kombinieren - alles andere ist bunt. Selbst meine Schuhe. Ich experimentiere gern mit verschiedenen Tönen und wenn ich zu düster angezogen bin, dann drückt das auf meine Stimmung - jedenfalls bilde ich mir das ein. Jetzt zum Frühlingsanfang, wenn die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und die ersten Blümchen sprießen, da ist mein Wunsch nach Farbe nur noch intensiver. So hab ich vor Abflug noch einmal die Chance genutzt und bei 15°C und bester Laune den Kanarienvogel gemimt. Grün zu Gelb - ich liebe die Kombi. Der Rock ist von Yumi und schon ein paar Jahre alt - er schwingt herrlich und ich finde die goldenen Punkte darauf total niedlich. Mittlerweile ist er längst ausverkauft, aber ich hab eine wunderschöne Alternative in Dunkelblau mit weißen Punkten gefunden. ♥

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Lieblingsstück: das Peplum-Bleistiftkleid mit Schleife.

Heute ist Montag und damit ist die letzte Woche in Hannover angebrochen. Ende der Woche geht es zurück nach Island - endlich möchte ich sagen, aber das kommt mir schwer über die Lippen. Das Leben an zwei Orten, die nicht nur ein paar Autostunden voneinander entfernt sind, hat eine durchaus traurige Seite - nämlich das Vermissen. Freue ich mich auf der einen Seite unfassbar auf alles was mich in Reykjavik erwartet, bereite ich mich innerlich schon auf den Abschiedsschmerz vor der sich einstellen wird, sobald das Haus meiner Eltern am Freitagmorgen im Rückspiegel des Taxis verschwinden wird. Wieder mehrere Wochen in denen ich meine Liebsten nicht sehen werde, wieder einige Familientreffen, die ich verpasse, wieder etliche Entwicklungsschritte meiner Nichten, die ich nicht miterleben kann. Die Achterbahn unseres Lebens hat in den letzten Jahren (seit unseren drei Monaten in Island) einige Umbauten hinter sich gebracht - mehr Höhen, mehr Tiefen und jede Menge Loopings. So traurig der Abschied jedes Mal ist, so groß ist auch die Freude, wenn wir in Hannover oder Reykjavik ankommen und umarmt werden mit dem Wissen, es warten jede Menge Glücksmomente auf uns. Im Endeffekt ist es also so, dass beide Orte mich auf ihre ganz eigene Weise glücklich machen und ich an beiden gerne bin - demnach ist jeder Abschied bittersüß.

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Hey there, Kitty Kitty: Midi-Rock mit Katzenprint, Blockabsätze und Baskenmütze. Très français.

Ich weiß gar nicht, woher es auf einmal kommt, aber ich hab ein totales Faible für Baskenmützen entwickelt. Das schwarze Beret ist zur Zeit meine mit Abstand liebste Kopfbedeckung und ich wünsche mir ganz dringend noch eine kirschrote und eine burgunderfarbene Version. Was die Farben anbelangt ist dieser Look ausnahmsweise mal recht schlicht ausgefallen, viel Schwarz mit etwas Hellblau, allerdings konnte ich mich beim Muster nicht beherrschen und hab zu meinem neuen Katzenprint Midirock gegriffen, der das ansonsten recht elegante Outfit etwas bricht. Ich hab' mich in der neuen Sommerkollektion der spanischen Marke Pepaloves in alle Stücke mit diesem irre putzigen Druck verliebt. Neben dem Rock habe ich mir daher noch eine super niedliche Bluse und ein total süßes Kleid ausgesucht und ich konnte es gar nicht abwarten, ein erstes Outfit mit einem der Teile zu kombinieren. Vergangene Woche war es regelrecht frühlingshaft hier in Hannover und so war ich tatsächlich ohne Strumpfhose unterwegs. Highlight! Mittlerweile habe ich über die Jahre übrigens um die 25 Midiröcke angesammelt und ich glaube, es gibt kein anderes Kleidungsstück, was ich so gern trage, wie eben die schwingenden Röcke in 3/4 Länge, speziell mit hoher Taille. Sie lassen sich easy stylen, passen in jeder Jahreszeit und können in fast jedem Stil interpretiert werden, casual, super chic, mit einem Hauch Retro - alles ist machbar.

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Das perfekte 50er Jahre Petticoat Kleid.

Ich lege zum heutigen Sonntag mal die Karten auf den Tisch und sage: bis vor ein paar Wochen hatten wir echt ein beschissenes halbes Jahr. In unserem fast einmonatigen Blog-Ausfall hatten wir ja kurz angerissen, dass wir uns inmitten einer echten Down-Phase befanden, dass wir sogar daran dachten, diesen Blog ad acta zu legen, aber so RICHTIG ins Detail gegangen sind wir nicht. Uns ging es mies. Wir haben mehr Stunden damit zugebracht, frustriert aus dem Fenster zu starren, als damit, uns an unserem wirklich schönen Leben zu erfreuen, wie haben geheult, gestritten und rumgeflucht, waren sauer, genervt und fühlten die Welt über uns zusammenbrechen. Natürlich nicht jeden Tag, aber alles in allem kam da schon so einiges an trüber Zeit zusammen. Es wollte und wollte nicht bergauf gehen. Im Sommer letzten Jahres kam erst diese bescheuerte Abmahnung, dann waren wir ständig krank, unser unser Steuerberater hat uns ordentlich verarscht (ja, leider passiert das nicht nur im Film) und das Finanzamt hat uns dafür blechen lassen. Und zwar so sehr, dass wir dachten, unser Traum, welchen wir uns über Jahre aufgebaut hatten, würde uns ein für alle Mal aus den Händen rinnen. Wir hatten keine Motivation mehr, alles fühlte sich falsch, gestellt und dämlich an. Manchmal selbst unsere Wohnorts-Wahl.

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Ich trag' jetzt Brille! Ein erster Look mit meinem neuen Modell von Heritage.

Da hatte ich also vor einer Woche Geburtstag und eigentlich ist es so (jedenfalls bei mir) - je älter ich werde, desto weniger interessiert mich der Tag. Dieses Jahr war es anders, da wir schließlich gleichzeitig auch die Verlobung gefeiert haben und natürlich, weil ich diesmal in Hannover war, all die wunderbaren Menschen drücken konnte, die ich oft schmerzlich vermisst habe an meinen Geburtstagen und ich somit wieder einmal feststellen durfte, was für wahnsinniges Glück ich habe, so tolle Individuen meine Familie und Freunde nennen zu dürfen. Geschenke sind mir völlig Wurst, ich brauche und will nichts, aber wenn jemand einem mit solcher Geste zeigt, wie gut er dich kennt und wie viel Gedanken er sich gemacht hat, dann ist es schon irgendwie schön, was soll ich rumlügen! ;) Was ich tatsächlich merke ist, dass man eben unweigerlich älter wird. So viele Vorteile das mit sich bringt (Unabhängigkeit, eigene Entscheidungen, ein gewisses Grundwissen, wie das Leben so läuft) - es hat auch Nachteile. Nach einer Woche Durcharbeiten hingen wir mehr über unseren Cocktails, als dass wir sie gediegen geschlürft hätten und gähnten um die Wette. Keine 'Feier durch die Nacht', sondern der intensive Wunsch nach dem warmen, weichen Bettchen.

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'Die erste Liebe und die große Liebe sind nicht zwangsläufig das Selbe.'

Meine erste Liebe und damit auch echte Beziehung hatte ich mit 18. Alles davor war Händchen halten und heimliche Küsse, begleitet von viel Gekicher. Ich weiß noch, dass ich mich gefragt habe, ob ich mich einfach nicht verlieben könne, denn dieses große Gefühl, von dem alle sprachen, es wollte sich bei niemandem so richtig einstellen. Dann trat jemand in mein Leben, der dies recht schlagartig änderte und ich hatte plötzlich einen Freund. Einen, der mir die Welt bedeutete. Der erste gemeinsame Sommer war ein wilder Rausch aus rosa Wattewolken, wir waren immer zusammen, wir haben über alles gesprochen, über das zwei Menschen sich denkbar unterhalten können und bald kannte mich niemand so gut, wie er. Unsere Beziehung war immer intensiv, auch, als er nach einem halben Jahr bereits zum Studium in eine andere Stadt ziehen musste und wir plötzlich hunderte Kilometer voneinander getrennt waren. Jeden Tag haben wir telefoniert, getextet, jedes freie Wochenende haben wir uns gegenseitig besucht, die Semesterferien haben wir immer miteinander verbracht. Wir waren wochenlang eigentlich nur zu zweit, wie eine kleine Insel. Ich wusste zwar, wie unfassbar lieb ich ihn hatte, aber nach fünf Jahren fing die rosarote Welt dennoch an zu bröckeln. Die Fernbeziehung wurde anstrengend, die Abstände, in denen wir uns sahen, länger und länger. Ich konnte trotzdem nicht loslassen. Die letzten zwei Jahre keimten Zweifel auf. Erst an der Situation, dann an der Zukunft, final an den Gefühlen. Wir sind immer jeweils unseren Träumen gefolgt, aber mehr und mehr waren diese verschieden. Unsere Pläne für die kommenden Jahre, für das Leben, sie drifteten weiter und weiter auseinander.

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