Sommerliches Bleistiftkleid mit Blumenmuster und warum #bodygoals uns nur noch nervt.

'#IHAVEABODY. 
Location: Herrenhäuser Gärten, Hannover

'Wenn ich nochmal #bodygoals lese, dann schreib ich auch was'. Sagten wir erst neulich zueinander. Und natürlich lasen wir es dann noch 125 mal. Jeder hat aktuell eine Meinung zu dem Thema und auch wenn es wirklich großartig ist, dass verquere Ansichten sich langsam aufzulösen beginnen, so steckt das Hauptproblem unserer Meinung nach vor allen in folgender Tatsache: der Fakt, dass ein Wort wie #bodygoals überhaupt diskutiert wird. Wenn wir über Figuren sprechen, über weibliche Formen, dann müssen wir doch nicht ernsthaft festhalten, ich welchem Rahmen sich #goals (und auch #bodypositivity) bewegen dürfen. Entschuldigung - können wir erstmal darüber reden, wie bescheuert das Wort an sich schon ist? Das Goals ein Ziel definiert, was in jedem Falle bedeutet, dass es etwas festlegt und vorgibt, was zu erreichen erstrebenswert ist? Gar nichts muss irgendwer erreichen, wenn hier irgendwas #goals ist, dann lediglich, einen funktionieren Körper zu haben. Ende. Genauso verhält es sich mit allen anderen #goals. Klar, kann man die passenden Hashtags zielgesetzt auf Plattformen wie Instagram einsetzen (wir heben hier ebenfalls schuldig im Sinne von #couplegoals die Hände und stellen uns in die Schäm-Ecke!) aber eigentlich ist es schlimm, dass Suchbegriffe wie solche sich so penetrant durchgesetzt haben. Alles ist ein Ziel (was immer bedeutet, dass es erst noch zu erreichen ist), alles ist irgendwie festgelegt. Und selbst wenn der Rahmen sich erweitert und Mädels und Frauen dafür kämpfen, dass das, was von der 'erstrebenswerten' Norm abweicht ebenfalls #goals ist, so ist es dennoch ein Begriff, der uns die Nackenhaare aufstellt. Gibt es eigentlich keinen normalen Trend mehr? Es wird für #selflove ohne Grenzen eingetreten, jeder muss sich heutzutage komplett abfeiern, Selbstkritik dient nicht dem übergeordneten Zweck und wird daher sofort und überall runtergeputzt und bewertet. Da fragen wir uns doch Folgendes: wenn eine Frau endlich alles sein darf, darf sie dann nicht auch mal selbstkritisch sein? Muss sie ihr Selbstbewusstsein soweit übersteigern, dass es schon unsympathisch und abgehoben wirkt? Und können wir vielleicht statt all der Lobhudelei auf unsere #loveyourself Ichs ganz neue Hashtags wie #halloichbineinfachich #manchmalhabichselbstzweifelunddasisvölligokso oder noch besser#ihaveabody nutzen? 

Das wäre doch was, wenn wir alle aufhören, uns gegenseitig niederzumachen, weil wir uns nicht genug für #selflove einsetzen oder uns selbst in den Himmel zu loben und stattdessen einfach Bilder teilen, die uns gefallen, ohne uns dafür zu rechtfertigen. Es ist schlimm, dass so viele Frauen plötzlich den Drang empfinden, ihre vermeintlichen Fehler herauszustreichen und mit #goals zu betiteln, anstatt sie einfach unkommentiert zu lassen und damit uneingeschränkt zu akzeptieren. Lassen wir kollektiv die 'Ziele' weg und sind so wie wir eben sind. Wäre das nicht die ultimative Form von Selbstakzeptanz? Sich was anzuziehen, was man mag und dann einfach nichts dazu zu sagen, warum man sich darin wohlfühlt und sich nicht zu erklären braucht (was man damit in dem Moment ja sehr wohl macht)? Offensichtlich mag man, was man trägt, sonst hätte man es wohl kaum angezogen. Machen wir mit unserer Rechtfertigerei nicht den Gedanken dahinter gleich postwendend wieder zunichte? Klar ist es richtig, dass sich niemand mehr versteckt! Klar ist es wundervoll, dass auch bei den Models die Standards erweitert werden (auch wenn es eine Frechheit ist, alles über Kleidergröße 38 ernsthaft als Plussize Models abzustempeln, aber gut).

Tiefes Dekolleté, kein Dekolleté, weibliche Figur, super schlanke Figur, mollige Figur - oder legen wir uns einfach auf folgende Beschreibung fest: Körper. Wir sind sicher nicht die größten Selbstbewusstseins-Innhaber, wir kämpfen mit Problemzonen, die ausser uns kein Mensch sieht und denen, die uns die Gesellschaft über Jahre hinweg angedichtet hat. Wir sind manchmal schwach, manchmal zu verschämt, um ein Kleidungsstück mit Freude zu tragen - weil wir uns darin nicht wohlfühlen. Das ist anstrengend und unnötig und es ist großartig, dass sich das alles langsam auflöst, weil die meisten Frauen es satthaben, sich ein Idealbild andichten zu lassen. Wir denken also durchaus, dass es wichtig ist, das man trägt und macht, wozu man Lust hat, aber dieses bescheuerte #bodygoals, das geht uns gegen den Strich. Wir sagen es nochmal, das 'Ziel' ist, einen Körper zu haben. Einen, der dich durchs Leben bringt. Das ist das höchste Gut und dafür kann man unendlich dankbar sein. Wir werden uns selbst daran versuchen. Immer das zu tragen, was uns gefällt und stolz dazu zu stehen. Das wird uns nicht immer gelingen und manchmal wird uns ein vermeintlicher Blick der anderen in die Knie zwingen. Aber wir werden uns nie wieder ein 'Ziel' setzen, dass es zu erreichen gilt. Fühl dich wohl in deiner Haut, sei zufrieden mit deinem Leben und dem, was du hast und vor allem: rechtfertige dich nicht mehr. #ihaveabody :) // Entschuldigt den kleinen Ausfall, nehmt es uns nicht gleich wieder als 'Verbitterung' krumm. Uns geht es nur darum, dass wir Frauen wirklich endlich anfangen müssen uns genau so zu akzeptieren, wie wir sind, ohne uns zu entschuldigen oder zu erklären. Hashtags wie #bodygoals erreichen unserer Meinung nach nur das Gegenteil und sorgen weiterhin dafür, dass wir uns selbst einen Rahmen geben. Einen Rahmen, den wir doch eigentlich nur sprengen wollen.

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Ganz im Sinne des eben in einem Anfall von Genervtheit entstandenen Plädoyers schreiben wir jetzt nichts zu Caros Gedanken zu ihrer Figur in dem Kleid. Stattdessen schreiben wir: was für ein großartiger Schnitt, Print, Rocklänge und Farben. Dazu die Lieblings-Peeptoes und ein kleines Täschchen in 'Limette' und fertig ist ein sommerlicher Abendlook. Für einen Cocktail oder ein Dinner, für einen Kinobesuch oder eine Party im Freien. Übrigens sieht man auf den Bildern das erste mal Caros neuen Haarschnitt so richtig. Sie hatte genug von langen Haaren und wollte etwas Kürzeres, mit mehr Volumen. Wie findet ihr's?

Outfit Details
Pencil Dress: TopVintage* // Bag: Picard (sold)* similar | similar | similar // Heels: Peter Kaiser (sold) similar | similar | similar

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9 Comments

Tonja 2 months, 1 week ago

Das Kleid steht dir ganz wunderbar liebe Caro. Es fügt sich farbtechnisch auch wunderbar in die Kulisse ein :D und zu dem Text muss ich euch 100%ig recht geben, danke dafür :) viele Grüße

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Lena 2 months, 1 week ago

Danke für diesen wunderbaren, wahren Text. Und Caro sieht in dem Kleid wundervoll aus!

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Eve 2 months, 1 week ago

Liebste Caro! Auf diesen Bildern sieht man es ganz deutlich:du bist kein Mädchen mehr sondern eine Frau.
Eine wunderschöne Frau deren vielleicht kleine Makel sie erst wirklich schön machen.

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inka 2 months, 1 week ago

Jaaa, jajaja! DANKE! Wenns nicht so spammig wär, würde ich den Link zu meinen ebensolchen Gedanken auf meiner FB-Seite posten. Das Ergebnis: Wie kacke ich sei und 10 Follower weniger. Das geht mir SO auf den Zeiger, das #bodypositivity ebenfalls und all diese bescheuerten Diskussionen, die das Aussehen unserer Körper zum anscheinend allerwichtigsten Detail unseres Lebens machen, als gäbe es nix anderes.
Zu Caro: Looovelovelove! Kleid und Haare. <3
LG /inka

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Indie 2 months, 1 week ago

Süßer Haarschnitt, wundervolle Kurven, traumhaftes Kleid. Ich bin hin und weg ;-)

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Susanna 2 months, 1 week ago

Im Endeffekt geht's doch in den "Sozialen Medien" hauptsächlich um "schöne Fotos". Frauen stehen, was "schön sein" anbelangt (sie selbst, ihre Wohnung, die Klamotten, das Leben generell...) sowieso ständig unter einem riesigen Konkurrenzdruck, den sie sich seltsamerweise selbst auferlegen, bzw. dem sie sich selbst freiwillig (!) unterwerfen. Und das alles nur, um das vermeintlich beste, männliche "Alphatier" abzukriegen? Manchmal hab ich das Gefühl, die Evolution verläuft rückwärts. :-)
Da hilft nur "digital detox" und z. B. mal wieder ein Buch lesen. Vielleicht sogar eins der "uralten" Feministinnen meiner Generation (bin 53). Solange wir uns den Großteil unserer (Online)-Zeit nur mit diesem oberflächlichen, äußerlichen Sch*** beschäftigen, werden wir Frauen nie wirklich gleichberechtigt und frei sein.

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Magma 2 months, 1 week ago

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vivien_noir 2 months, 1 week ago

Wie aus einem Lena-Hoschek-Katalog, fotografiert in Salzburg! (Die beiden Parks sehen sich wirklich sehr ähnlich.)
Ich habe ein einziges, ewiges "Body Goal": einen gesunden Körper. Das ist das einzige #goal there is. Aus, Amen.

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Elisabeth 2 months, 1 week ago

Vielen Dank für den Text, stimme euch da 100% zu. Und Caro stehen sowohl Kleid als auch neue Frisur unglaublich gut!

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